Die Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie ist eine sehr individuelle Entscheidung, die Ihre persönliche Situation, Ihre Beschwerden und Ihre gesundheitliche Vorgeschichte berücksichtigen sollte.
Eine Hormontherapie kann Wechseljahresbeschwerden deutlich lindern und die Lebensqualität erheblich verbessern. Gleichzeitig gibt es Risiken und Nebenwirkungen, die individuell abgewogen werden müssen.
In meiner Privatpraxis in Wilhelmshorst nehme ich mir die Zeit für eine ausführliche Beratung, um gemeinsam mit Ihnen die richtige Entscheidung zu treffen – basierend auf aktuellen medizinischen Erkenntnissen und Ihren persönlichen Bedürfnissen.
Bei der Hormontherapie (HRT – Hormonersatztherapie) werden die Hormone ersetzt, die in den Wechseljahren nicht mehr ausreichend produziert werden. Ziel ist es, den Hormonmangel auszugleichen und dadurch Beschwerden zu lindern.
Das Haupthormon der Therapie
Östrogen ist das zentrale Hormon, das in den Wechseljahren fehlt. Es lindert Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Außerdem schützt es Knochen, Haut und Schleimhäute.
Schutz der Gebärmutterschleimhaut
Frauen, die noch eine Gebärmutter haben, benötigen zusätzlich zu Östrogen auch Progesteron (oder ein synthetisches Gestagen). Dies schützt die Gebärmutterschleimhaut vor übermäßigem Wachstum und senkt das Risiko für Gebärmutterkrebs.
Wichtig: Die Kombination von Östrogen und Progesteron ist bei Frauen mit Gebärmutter zwingend erforderlich.
Die Hormontherapie kann auf verschiedene Arten verabreicht werden. Die Wahl der Darreichungsform hängt von Ihren Präferenzen, medizinischen Faktoren und der Verträglichkeit ab.
Einfache, tägliche Einnahme. Gut dosierbar und weit verbreitet.
Kontinuierliche Hormonabgabe über die Haut. Umgeht die Leber.
Auftragen auf die Haut. Flexible Dosierung möglich.
Aufsprühen auf die Haut. Praktisch und gut verträglich.
Lokale Anwendung bei Scheidentrockenheit.
Langfristige Wirkung, seltene Anwendung nötig.
Eine Hormontherapie ist nicht für jede Frau notwendig oder geeignet. Sie kommt vor allem dann infrage, wenn Wechseljahresbeschwerden die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und andere Maßnahmen nicht ausreichend helfen.
Häufige, intensive Hitzewallungen und Schweißausbrüche, die den Alltag und die Nachtruhe massiv stören, sind die häufigste Indikation für eine Hormontherapie. Die Therapie ist hier besonders wirksam und kann die Beschwerden deutlich reduzieren oder ganz beseitigen.
Wenn Wechseljahresbeschwerden wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen den Alltag, das Berufsleben oder Beziehungen stark belasten, kann eine Hormontherapie sinnvoll sein.
Vaginale Trockenheit, Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können durch lokale oder systemische Hormontherapie sehr gut behandelt werden.
Frauen, die sehr früh in die Wechseljahre kommen, haben ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Hormontherapie bis zum natürlichen Menopausenalter wird oft empfohlen.
Ausführliche Informationen zu Symptomen, hormonellen Veränderungen und der gesamten Übergangsphase finden Sie in unserem umfassenden Wechseljahre-Ratgeber.
Zum Wechseljahre-RatgeberEine gut eingestellte Hormontherapie kann vielfältige positive Effekte haben und die Lebensqualität in den Wechseljahren erheblich verbessern.
Östrogen schützt die Knochen und verhindert den beschleunigten Knochenabbau, der nach der Menopause einsetzt.
Östrogen verbessert die Hautelastizität, Feuchtigkeit und Kollagenproduktion. Auch Schleimhäute (Vagina, Harnwege) profitieren deutlich.
Die positiven Effekte einer Hormontherapie sind am stärksten, wenn sie früh begonnen wird – idealerweise innerhalb der ersten 10 Jahre nach der Menopause. Die Therapie sollte individuell dosiert und regelmäßig ärztlich überprüft werden.
Wie jede medizinische Therapie hat auch die Hormontherapie potenzielle Risiken und Nebenwirkungen, die individuell abgewogen werden müssen. Eine sorgfältige ärztliche Beratung und regelmäßige Kontrollen sind wichtig.
Erhöhtes Risiko bei oralen Präparaten
Die Einnahme von Östrogen-Tabletten erhöht das Risiko für Blutgerinnsel (Thrombosen) leicht. Besonders betroffen sind Beinvenen und Lunge (Lungenembolie).
Leicht erhöhtes Risiko bei Langzeittherapie
Eine Langzeit-Hormontherapie (über 5 Jahre) mit Östrogen-Gestagen-Kombination kann das Brustkrebsrisiko leicht erhöhen. Das Risiko ist bei reiner Östrogen-Therapie (nur bei Frauen ohne Gebärmutter) geringer oder nicht erhöht.
Wichtig zu verstehen:
Zum Vergleich: Übergewicht, Alkoholkonsum und Bewegungsmangel erhöhen das Brustkrebsrisiko stärker als eine Hormontherapie.
Nicht jede Frau hat das gleiche Risiko. Vor Beginn einer Hormontherapie sollten persönliche Risikofaktoren sorgfältig geprüft werden.
Nicht jede Frau möchte oder kann eine Hormontherapie durchführen. Es gibt verschiedene alternative Ansätze, die bei leichten bis mittleren Beschwerden hilfreich sein können – auch wenn ihre Wirksamkeit oft nicht so stark ist wie bei der Hormontherapie.
Ob Hormontherapie oder alternative Ansätze – in meiner Praxis in Wilhelmshorst besprechen wir gemeinsam, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie persönlich am besten geeignet sind.
Ich nehme mir Zeit für Ihre Fragen, erkläre Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen und begleite Sie auf dem Weg, der zu Ihnen passt – mit oder ohne Hormone.
Die Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie sollte individuell getroffen werden – unter Berücksichtigung Ihres Alters, Ihrer Beschwerden, Ihrer Vorerkrankungen und persönlichen Präferenzen.
Das Alter bei Therapiebeginn spielt eine wichtige Rolle für das Nutzen-Risiko-Verhältnis.
Bestes Nutzen-Risiko-Verhältnis, positive Effekte auf Herz-Kreislauf-System
Risiken nehmen zu, individuelle Abwägung notwendig
Bestehende Erkrankungen müssen bei der Entscheidung berücksichtigt werden.
Ihre Wünsche, Ängste und Lebensumstände sind wichtige Entscheidungsfaktoren.
Schilddrüsenstörungen können Wechseljahresbeschwerden imitieren oder verstärken. Eine Schilddrüsenuntersuchung sollte vor Beginn einer Hormontherapie immer durchgeführt werden.
Wichtig: Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, depressive Verstimmungen und Zyklusstörungen können auch auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen.
Vereinbaren Sie einen Termin in meiner Privatpraxis in Wilhelmshorst für eine persönliche Beratung zur Hormontherapie in den Wechseljahren.
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16:00 – 20:00 Uhr
und nach Vereinbarung
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Termine nach Vereinbarung
Dr. med. Marcus Fischdick
Privatpraxis Wilhelmshorst
Föhrenhang 14a
14552 Michendorf (Wilhelmshorst)
Gut erreichbar aus Potsdam, Berlin und Brandenburg