Der Pap-Test ist seit Jahrzehnten ein bewährtes Instrument der Krebsvorsorge und dient der Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals. Durch regelmäßige Abstriche können Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs erkannt und behandelt werden, bevor sie zu Krebs werden.
Das Humane Papillomvirus (HPV) ist ein sehr verbreitetes Virus, das durch Hautkontakt übertragen wird. Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens damit – in den meisten Fällen ohne es zu bemerken, da das Immunsystem die Infektion erfolgreich bekämpft.
In meiner Privatpraxis in Wilhelmshorst führe ich beide Untersuchungen durch und erkläre Ihnen jeden Befund ausführlich. Früherkennung schützt langfristig und gibt Ihnen Sicherheit.
Der Pap-Test (benannt nach dem Arzt George Papanicolaou) ist ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals zur Früherkennung von Krebsvorstufen.
Mit einem kleinen Bürstchen werden oberflächliche Zellen vom Muttermund und Gebärmutterhalskanal entnommen.
Erkennung von Zellveränderungen, die auf eine Krebsvorstufe oder Krebs hinweisen können – lange bevor Symptome auftreten.
Ab 20 Jahren jährlich, ab 35 alle 3 Jahre in Kombination mit HPV-Test empfohlen.
Der Pap-Test ist ein zentraler Bestandteil der Krebsfrüherkennung.
Mehr zur gynäkologischen VorsorgeDer HPV-Test weist bestimmte Hochrisiko-Typen des Humanen Papillomvirus nach, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können.
Es gibt über 100 HPV-Typen. Der Test konzentriert sich auf die Hochrisiko-Typen (v.a. HPV 16 und 18), die für etwa 70% der Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich sind.
Wichtig: Die meisten HPV-Infektionen heilen von selbst aus. Nur lang anhaltende Infektionen können zu Zellveränderungen führen.
Nahezu alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs (über 99%) werden durch HPV verursacht. Eine HPV-Infektion bedeutet jedoch nicht automatisch Krebs.
Zellveränderung: Der Pap-Test untersucht die Zellen selbst und zeigt, ob bereits Veränderungen vorhanden sind.
Die Kombination beider Tests erhöht die Sicherheit: Der HPV-Test zeigt, ob ein Risiko besteht, der Pap-Test zeigt, ob bereits Veränderungen vorhanden sind.
Unter 30 Jahren: Meist nur Pap-Test, da HPV-Infektionen in diesem Alter sehr häufig sind und meist von selbst ausheilen.
Ab 35 Jahren: Kombination aus Pap- und HPV-Test alle 3 Jahre empfohlen.
Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch Krebs. Hier erfahren Sie, was die verschiedenen Pap-Gruppen bedeuten.
Pap I: Normale Zellen ohne Auffälligkeiten
Pap II: Leichte entzündliche Veränderungen, aber
keine bösartigen Zellen
Unklare Zellveränderungen – meist entzündlich bedingt. Kontrolle in 3-6 Monaten empfohlen. In den meisten Fällen normalisiert sich der Befund.
Deutliche Zellveränderungen (Dysplasien). Weitere Abklärung durch Kolposkopie (Lupenuntersuchung) und ggf. Gewebeentnahme erforderlich.
Verdacht auf bösartige Zellen. Sofortige weitere Abklärung erforderlich.
Wichtig zu wissen: Die meisten auffälligen Befunde sind gutartig und bilden sich von selbst zurück. Selbst bei Pap III D handelt es sich oft um leichte Vorstufen, die sehr gut behandelbar sind.
Der Abstrich selbst dauert nur wenige Sekunden. Die gesamte gynäkologische Untersuchung ca. 10-15 Minuten.
Der Abstrich ist nicht schmerzhaft. Sie spüren nur ein kurzes Berühren oder leichtes Druckgefühl. Entspannung hilft.
Keine besondere Vorbereitung nötig. Am besten nicht während der Periode. 24h vorher keine Scheidenspülungen.
Sie nehmen auf dem gynäkologischen Stuhl Platz.
Ein Spekulum (Untersuchungsinstrument) wird vorsichtig eingeführt, um den Muttermund sichtbar zu machen.
Mit einem kleinen Bürstchen werden Zellen vom Muttermund und Gebärmutterhalskanal entnommen.
Die Probe wird ins Labor geschickt. Das Ergebnis liegt nach einigen Tagen vor.
Bei Pap III oder höher sollte eine weitere Abklärung erfolgen – Kontrolle, Kolposkopie oder Gewebeentnahme.
Ein positiver HPV-Befund bedeutet nicht automatisch eine Behandlung – oft wird zunächst kontrolliert, ob das Virus von selbst verschwindet.
Zwischenblutungen, Blutungen nach Geschlechtsverkehr oder nach den Wechseljahren sollten abgeklärt werden.
Übelriechender, blutiger oder ungewöhnlicher Ausfluss sollte gynäkologisch untersucht werden.
Vereinbaren Sie einen Vorsorgetermin in meiner Privatpraxis in Wilhelmshorst.
16:00 – 20:00 Uhr
und nach Vereinbarung
8:00 – 12:00 Uhr
und nach Vereinbarung
Dr. med. Marcus Fischdick
Privatpraxis Wilhelmshorst
Föhrenhang 14a
14552 Michendorf (Wilhelmshorst)