PMS verständlich erklärt

Viele Frauen erleben in den Tagen vor ihrer Periode körperliche und emotionale Beschwerden. Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist hormonell beeinflusst und betrifft einen großen Teil aller Frauen im gebärfähigen Alter.

Die individuelle Ausprägung von PMS ist sehr unterschiedlich – während einige Frauen nur leichte Symptome bemerken, können andere stark in ihrem Alltag beeinträchtigt sein.

In meiner Privatpraxis nehme ich mir Zeit, Ihre Beschwerden ernst zu nehmen, die hormonellen Zusammenhänge zu erklären und gemeinsam mit Ihnen individuelle Lösungen zu finden.

Typische PMS-Symptome

PMS kann sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome äußern. Typischerweise beginnen die Beschwerden etwa 5–10 Tage vor der Menstruation und bessern sich mit Einsetzen der Blutung deutlich.

Psychische Symptome

  • • Stimmungsschwankungen
  • • Erhöhte Reizbarkeit
  • • Niedergeschlagenheit
  • • Innere Anspannung
  • • Konzentrationsschwierigkeiten

Körperliche Symptome

  • • Brustspannen und -empfindlichkeit
  • • Wassereinlagerungen
  • • Kopfschmerzen oder Migräne
  • • Unterleibsschmerzen
  • • Müdigkeit und Erschöpfung
  • • Heißhunger (besonders Süßes)

Die Intensität der Symptome variiert von Zyklus zu Zyklus und kann durch Stress, Schlafmangel, Ernährung und andere Faktoren beeinflusst werden.

Hormonelle Ursachen

PMS entsteht durch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Hormone im weiblichen Zyklus. Besonders die Schwankungen von Östrogen und Progesteron in der zweiten Zyklushälfte spielen eine zentrale Rolle.

Progesteronveränderung

Nach dem Eisprung steigt der Progesteronspiegel an und fällt kurz vor der Menstruation wieder ab. Ein Progesteronmangel oder eine gestörte Balance zwischen Östrogen und Progesteron kann PMS-Symptome verstärken.

Progesteron wirkt beruhigend auf das Nervensystem. Sinkt der Spiegel zu schnell oder ist die Produktion generell zu niedrig, können Reizbarkeit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen auftreten.

Östrogenschwankungen

Auch Östrogenschwankungen beeinflussen das Wohlbefinden. Ein relativer Östrogenüberschuss (im Vergleich zu Progesteron) kann Wassereinlagerungen, Brustspannen und Kopfschmerzen begünstigen.

Zusammenhang mit dem Zyklus

Die hormonellen Veränderungen sind Teil des natürlichen weiblichen Zyklus. PMS entsteht, wenn diese Schwankungen besonders ausgeprägt sind oder der Körper empfindlich darauf reagiert.

Zusätzlich spielen Neurotransmitter wie Serotonin eine Rolle. Der sinkende Hormonspiegel vor der Periode kann die Serotoninproduktion beeinflussen und so Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen verstärken.

Unterschied zwischen PMS und PMDS

Während PMS (Prämenstruelles Syndrom) weit verbreitet ist und viele Frauen betrifft, gibt es eine schwerwiegendere Form: PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung).

Merkmal PMS PMDS
Häufigkeit 20–40% der Frauen 3–8% der Frauen
Intensität der Symptome Leicht bis mittelschwer Schwer, stark beeinträchtigend
Psychische Belastung Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit Depressive Verstimmung, Hoffnungslosigkeit, Panikattacken
Alltagsbeeinträchtigung Gering bis mäßig Erheblich – Arbeit, Beziehungen stark betroffen

Wann spricht man von PMDS?

PMDS wird diagnostiziert, wenn mindestens fünf der typischen Symptome auftreten, davon mindestens eines aus dem psychischen Bereich, und wenn diese Symptome das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen.

Bei PMDS ist eine professionelle ärztliche Abklärung und Behandlung wichtig. Die Therapie kann von hormonellen Ansätzen bis zu psychotherapeutischer Begleitung reichen.

Wenn Ihre Beschwerden Sie stark belasten oder Ihren Alltag deutlich einschränken, zögern Sie nicht, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. PMDS ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die gut behandelbar ist.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung von PMS richtet sich nach der Schwere der Symptome und Ihren individuellen Bedürfnissen. In meiner Privatpraxis bespreche ich mit Ihnen alle Möglichkeiten – von Lebensstilanpassungen bis hin zu hormonellen Therapien.

Lebensstil & Selbsthilfe

  • Regelmäßige Bewegung: Sport kann Symptome deutlich lindern
  • Ausgewogene Ernährung: Wenig Zucker, Koffein und Salz
  • Stressreduktion: Entspannungstechniken, ausreichend Schlaf
  • Nahrungsergänzung: Magnesium, Vitamin B6, Omega-3-Fettsäuren

Zyklusregulation

  • Hormonelle Verhütung: Pille im Langzyklus kann Beschwerden reduzieren
  • Gezieltes Zyklustracking: Symptome dokumentieren und Muster erkennen
  • Pflanzliche Präparate: Mönchspfeffer kann bei manchen Frauen helfen

Hormontherapie

  • Progesterongabe: Natürliches Progesteron in der zweiten Zyklushälfte
  • Individuelle Dosierung: Anpassung an Ihre Hormonwerte und Symptome
  • Regelmäßige Kontrolle: Therapie wird begleitet und optimiert

Individuelle Beratung

In meiner Privatpraxis nehme ich mir ausreichend Zeit für Sie. Gemeinsam analysieren wir Ihren Zyklus, Ihre Symptome und Ihre Lebensumstände.

Auf Basis einer gründlichen Diagnostik entwickeln wir einen Behandlungsplan, der zu Ihnen passt – ohne Zeitdruck und mit allen notwendigen Erklärungen.

Wichtig: Nicht jede Behandlung wirkt bei jeder Frau gleich. Oft ist eine Kombination verschiedener Ansätze am erfolgreichsten. Gemeinsam finden wir heraus, was Ihnen am besten hilft.

Zusammenhang mit anderen Themen

PMS steht häufig in Verbindung mit anderen hormonellen Themen. Frauen, die unter PMS leiden, haben oft auch in anderen Lebensphasen oder Zyklusabschnitten hormonelle Beschwerden.

Wenn Sie mehrere dieser hormonellen Beschwerden bei sich bemerken, kann eine umfassende Hormonanalyse sinnvoll sein. So können wir die Ursachen gezielt angehen und nicht nur einzelne Symptome behandeln.

Wann sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen?

Nicht bei jeder Frau mit PMS-Symptomen ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Eine Abklärung ist jedoch sinnvoll, wenn die Beschwerden Ihren Alltag beeinträchtigen oder Sie sich unsicher fühlen.

In diesen Fällen sollten Sie sich untersuchen lassen:

Starke Beeinträchtigung im Alltag: Arbeit, soziale Kontakte oder Partnerschaft leiden unter den Symptomen

Depressive Verstimmungen: Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit oder Selbstzweifel treten regelmäßig auf

Starke körperliche Beschwerden: Ausgeprägte Schmerzen, extreme Wassereinlagerungen oder Migräne

Symptome verschlimmern sich: Die Beschwerden werden von Zyklus zu Zyklus stärker

Unsicherheit über die Diagnose: Sie sind sich nicht sicher, ob es sich um PMS handelt

Selbsthilfe reicht nicht aus: Lebensstiländerungen bringen keine ausreichende Besserung

Was passiert bei der Untersuchung?

Ausführliches Gespräch: Wir besprechen Ihre Symptome, den zeitlichen Verlauf und Ihre Lebensumstände

Zyklusanalyse: Ein Symptomtagebuch kann helfen, Muster zu erkennen

Hormonbestimmung: Bei Bedarf untersuchen wir Ihre Hormonwerte

Ausschluss anderer Ursachen: Schilddrüse, Eisenmangel oder andere Faktoren werden geprüft

In meiner Privatpraxis nehme ich mir Zeit für Ihre Anliegen. PMS ist kein Zeichen von Schwäche und keine Einbildung – es ist eine reale hormonelle Herausforderung, die ernst genommen und behandelt werden sollte.

Termin & Kontakt

Sie möchten Ihre PMS-Beschwerden abklären lassen oder haben Fragen zu Behandlungsmöglichkeiten? Vereinbaren Sie einen Termin in meiner Privatpraxis in Wilhelmshorst.

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Dr. Marcus Fischdick

Potsdamer Chaussee 16
14552 Wilhelmshorst

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Häufig gestellte Fragen zu PMS

Medizinischer Hinweis

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung oder Beratung. Bei konkreten Beschwerden vereinbaren Sie bitte einen Termin in meiner Privatpraxis.