Viele Frauen verbinden eine Privatpraxis automatisch mit sehr hohen Kosten. Besonders gesetzlich Versicherte gehen oft davon aus, dass eine Behandlung dort kaum bezahlbar ist. In der Realität zeigt sich jedoch ein anderes Bild.
Dieser Artikel erklärt transparent, welche Kosten bei einem Frauenarztbesuch tatsächlich entstehen, welche Leistungen auch in einer Kassenpraxis selbst bezahlt werden müssen und warum der finanzielle Unterschied zur Privatpraxis häufig kleiner ist als erwartet.
Wer als gesetzlich versicherte Patientin eine Privatpraxis aufsucht, gilt
als Selbstzahlerin.
Das bedeutet:
Wichtig: Viele Leistungen sind auch in einer KV-Praxis nicht vollständig kostenlos.
Ein häufiger Irrtum ist, dass beim Frauenarzt grundsätzlich alles von der Krankenkasse übernommen wird. Das stimmt nicht.
Auch in einer KV-Praxis sind bestimmte Leistungen gebührenpflichtig, zum Beispiel:
Diese Leistungen gelten als IGeL-Leistungen und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht oder nur in Ausnahmefällen übernommen.
Ein gynäkologischer Ultraschall als IGeL-Leistung kostet in vielen Kassenpraxen zwischen 30 und 50 Euro – als reine Untersuchung, ohne zusätzliche Beratung oder Zeitrahmen.
liegt der Preis höher, dafür sind in der Regel enthalten:
Der Preisunterschied bewegt sich dabei meist im zweistelligen Bereich, nicht in völlig anderen Dimensionen.
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bestimmte Vorsorgeleistungen klar geregelt:
ab 20 Jahren: jährliche gynäkologische Vorsorge
PAP-Abstrich: einmal jährlich, ab 35 Jahre alle drei Jahre auf Kassenkosten
zusätzlicher HPV-Test: nur alle drei Jahre ab 35
Mammografie-Screening: alle zwei Jahre für Frauen zwischen 50 und 69
Alles darüber hinaus – insbesondere erweiterte Ultraschalluntersuchungen oder zusätzliche Diagnostik – fällt häufig in den Selbstzahlerbereich.
Die Kosten hängen von Art und Umfang der Untersuchung ab. Entscheidend ist:
In vielen Fällen liegt der finanzielle Unterschied zur Kassenpraxis bei wenigen Dutzend Euro.
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Neben den Kosten spielen für viele Patientinnen andere Faktoren eine große Rolle:
keine langen Wartezeiten
Termine abends oder samstags
individuelle Zeitfenster
ruhige, entspannte Atmosphäre
persönliche Beratung ohne Zeitdruck
kürzere Fahrzeiten, keine lange Parkplatzsuche
Für viele Frauen relativiert sich der Mehrpreis schnell, wenn sie Zeit, Ruhe und Qualität gegenüberstellen.
Die Annahme, dass eine Privatpraxis für gesetzlich Versicherte unbezahlbar ist, hält einem realistischen Vergleich oft nicht stand.
Viele Leistungen müssen auch in einer Kassenpraxis selbst bezahlt werden. Der Unterschied liegt meist nicht in der medizinischen Leistung, sondern im Zeitfaktor, der Organisation und der individuellen Betreuung.
Für viele Patientinnen ist eine Privatpraxis daher keine Luxusentscheidung, sondern eine bewusste und gut kalkulierbare Alternative.
In unserer Privatpraxis in Michendorf (Wilhelmshorst) erhalten Sie vorab alle Kosteninformationen. Vereinbaren Sie Ihren Termin für eine transparente und persönliche Betreuung.